2 Arten der Wasseragamen
Art 1:
Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus)
Länge:
KRL: 15 - 25 cm
GL: 60 - 80 cm
Gewicht:
Weiblich: 350 g
Männlich: 600 g
Alter: 15 - 18 Jahre
Art 2:
Australische Wasseragame (Physignathus lesueurii)
Länge:
KRL: 28 – 40 cm
GL: 60 – 90cm
Gewicht:
Weiblich: 450 g
Männlich: 670 g
Alter: 15 – 18 Jahr
Nahrung:
Wanderheuschrecken, Grillenarten, Mehlwürmer, Zophobaslarven, Schaben, Fliegen, Drosphila, Regenwürmer, Enchyträen, Wachsmaden, Raupen, junge Mäuse und Ratten(alle Futtertiere vorher mit geeignetem Vitamin-Mineralstoff-Präparat einpudern)
Salat, Obstsorten
Terrarium:
viel Platz (mindestens: 200B*100T*150H)
Tiere bis 6 Monate in kleineren Terrarien halten (30B*15T*20H)
ausreichend großer Wasserteil (doppelt so breit wie die KRL und tauchtief
Temperaturen:
tagsüber (25 -32° C)
Nachts (Zimmertemperatur, nie unter 18° C)
lokale Wärmeplätze (etwa 40° C)
Luftfeuchtigkeit:
tagsüber (60 - 70 %)
Sozialstruktur:
Keine zwei Männchen in normal großem Terrarium zusammenhalten, ansonsten kann es zu physischen und psychischen Schäden bei dem unterlegenen Männchen kommen
Bei vielen Agamenarten passiert es, dass die Tiere gegen die Glasscheiben des Terrariums
springen. Dieses Springen ist oft mit einem Armrudern verbunden. Folgende Ursachen kann dieses Verhalten haben:
Schnauzenproblem:
Terrarium zu klein
Äste sind zu nah an den Scheiben installiert, sodass die Agamen, wenn sie davon herunter springen, gegen die Scheiben "knallen"
Tiere wurden umgesiedelt (vor allem bei adulten Tieren schlecht)
Wenn man beobachtet, dass dieAgamen verschärft gegen die Scheiben springen und sichtbare Verletzungen an der Schnauze davontragen, sollte man die Wunde mit Heilsalbe eincremen und die Scheiben entweder mit Zeitungspapier verdecken oder kleine Pflanzen davor pflanzen.
Neuzugängen:
Augen klar geöffnet
Agamen müssen wach und aufmerksam aussehen
Agamen versuchen meistens zu fliehen
müssen gut ernährt aussehen, es darf keine Abzeichnung der Knochen auf der Hut erkennbar sein
Kloake muss sauber sein
keine Verletzungen an der Schnauze
Maul sauber, Schnauze trocken, Atem leise und geruchlos
Schuppenkleid muss glatt sein, keine verfärbten Stellen oder gar offene Wunden
Neuzugänge sollten zunächst 1, 5 Monate in einem Quarantänebecken gehalten werden!
Quarantänebecken:
als Bodengrund ist Zeitungspapier zu empfehlen
keine Bepflanzung
wenige Verstecke
Kletteräste, große Wasserschale
richtige klimatische Bedingungen (s.o.)
Kotproben regelmäßig untersuchen lassen, wenn bei 3. Test alles in Ordnung ist können die neuen Agamen in ihr richtiges Terrarium, ansonsten müssen die Tiere therapiert werden.
Fortpflanzung:
ausreichende Menge feuchtwarme Erde oder gut grabbares Bodensubstrat (etwa 20 cm
hoch) muss vorhanden sein
Boden sollte mäßig feucht sein (25° - 30° C)
Eiablagemöglichkeit:
Die Eier können dem Terrarium entnommen werden, wenn sie pergamentpapierartig. Dann sollten sie ohne gedreht zu werden in den Inkubator.
Inkubator:
Luftfeuchtigkeit (90 - 95 %)
Temperatur (26° - 30° C)
Legenot:
Es kann passieren, dass die Weibchen ihre Eier nicht (ordnungsgemäß) ablegen. Dies kann folgende Ursachen haben:
fehlende oder ungeeignete Ablagemöglichkeit
schlechte Klimabedingungen
schlechte Ernährung
Kalkmangel
Stress
Wenn es zu einer Legenot kommen sollte ist unverzüglich der Tierarzt aufzusuchen, denn die Weibchen können an einer Legenot sterben!
Das Copyright recht liegt bei www.terrarien-brensen.de
Textverfasser: Alex Thull & Benedikt Duckheim, Zur Hude 9, 59519 Möhnesee |